Obwohl der Gewinn des Doppels zunächst noch Hoffnung aufkeimen ließ, war es in der Folge für Barbara und Klaus ganz einfach unmöglich, unseren in Hochform spielenden Toni Radl durch einen Sieg zu unterstützen. Toni konnte gegen Herbert Sidak mit 3:1 und gegen Thomas Strommer mit 3:2 gewinnen, lag gegen Helmut Schwarz bereits mit 2:0 in Sätzen und im fünften Satz mit 7:3 und 8:4 in Führung und verliert durch einen "Lauf" des ehemaligen Bundesliga-Spielers auf 9! Schade für Toni, der aber auch nach dieser unglücklichen Niederlage noch immer mit der sehr hohen Punktezahl von 1900 (!) an zweiter Stelle der Einzelrangliste aufscheint. Schade auch für Klaus und Barbara, die gegen das sich ständig wiederholende Ritual des Linkshänders Strommer (kurzer VH-Aufschlag von RH -  und auf Schupfball des Gegners scharfer nahezu unhaltbarer VH-Spin aus jeder Position) kein effizientes Rezept finden konnten. Klaus konnte zwar bis 2:2 mithalten, indem er das gefährliche Service fast schnittlos, kurz in die extreme VH retournierte, musste aber im fünften Satz kapitulieren. Barbara gewann zwar gegen Sidak einen Satz, gegen den extrem scharfen VH- und RH-Spin von Heli Schwarz war sie allerdings machtlos. Ein verdientes 6:3 für die Gäste, die sich damit zunächst an die Tabellenspitze setzen konnten. ATUS liegt derzeit an 4. Stelle, wird aber mit großer Wahrscheinlichkeit von zwei bis drei Vereinen noch in dieser Woche überholt werden.

Daniela hat sich selbst übertroffen! Dass die 13-Jährige derzeit in Hochform spielt, konnte man bei den letzten Trainingseinheiten sehr deutlich sehen. Dass sie aber auch in der Lage ist, diese Form in den Wettkampf mitzunehmen, hat nicht nur die eigenen Betreuer und Fans, sondern auch so manchen Funktionär des Verbandes und viele Trainer der übrigen Vereine überrascht. Als Mädchen unter den steirischen Spitzenspielern der Gruppe 1 zu spielen, war eigentlich schon Auszeichnung genug. Daniela sollte dieses Mal aber alle Fans gehörig zum Staunen bringen. Gleich beim ersten 3:0-Erfolg gegen Emilio Wildling (Langenwang) konnte man erkennen, dass sie sich für diesen Sonntag noch allerhand vorgenommen hatte. In ihrem zweiten Spiel vergab sie zwar gegen den immer stärker werdenden Tobias Hold (Don Bosco Graz) im fünften Satz (nach einer 2:0-Führung!) zwei Matchbälle, verlor somit 2:3, war aber dann nicht mehr zu bremsen. Die übrigen vier Spiele der Vorrunde gingen klar an Dani! Im Semifinale verlor sie gegen Bischoy Sarofem, den späteren Sieger der Gruppe 1, mit 0:3, und traf im Spiel um Platz 3 abermals auf Tobias Hold. Dieses Mal holte sich Daniela zwar einen Satz, musste sich aber schließlich dem groß aufspielenden Tobias mit 3:1 geschlagen geben: Platz 4 unter 12 Teilnehmern! BRAVO DANI !!!

In der Gruppe 2 hatte AFUE sogar zwei Eisen im Feuer, die gleich in der ersten Runde um die Wette brannten: Markus Matzhold gewinnt im fünften Satz erst im Nachspiel (!) gegen seinen Vereinskollegen Robin Roch, der mit dieser Hypothek leider auch gegen Lino Grill (Indigo Graz) mit 1:3 das Nachsehen hatte. Für Markus, als Sieger der Vorrunde, als auch für Robin, als Dritter, ging es im oberen Playoff weiter. Im Spiel um Platz 3 hatte Robin leider keine Chance gegen das neunjährige Talent Lytvyn Mariia (Indigo Graz), verlor mit 0:3 und verpasste dadurch den Sprung aufs Podest. Markus verlor leider im Finale gegen Urdl-Neuhold (Gratwein/Straßengel) darf aber wie Robin mit seiner Platzierung zufrieden sein. 

Auch in der Gruppe 4 waren zwei ATUS-Spieler am Start. Stefan Hafner dürfte wohl etwas zu lange pausiert haben, denn in der Anfängergruppe unter fünf Teilnehmern Platz 4 zu erreichen, lässt wohl auf Trainingsmangel schließen. Sein Pluspunkt: Er konnte die spätere Siegerin Jasmin Hofbauer (Langenwang) mit 3:1 besiegen, musste sich aber schließlich punktegleich mit der drittplatzierten Ema Somodi (Kapfenberg) mit dem vorletzten Platz begnügen. Auch Eldar Slatinsek zog gegen eine Punktegleiche (Jasmin Hofer, Langenwang) den Kürzeren. Beide hatten das Endergebnis 4:1 aufzuweisen - da aber Eldar die direkte Begegnung gegen Jasmin verloren hatte, blieb für ihn, der sich leider ganz und gar nicht von der Spielweise eines Hobbyspielers verabschieden kann, immerhin noch der sehr gute 2. Platz!

Ein großes Lob soll an dieser Stelle allen Helfern und Helferinnen, die bei Organisation und Abwicklung des Turniers im Einsatz waren, ausgesprochen werden. DANKE!!!  

Feldkirchen bei Graz: Beim 1. Dg. der Damenliga konnten Barbara Voves und Daniela Mitar gleich bei ihrem ersten Antreten in der höchsten steirischen Liga die Führungsposition übernehmen. Barbara blieb ohne Niederlage! Sie hatte zwar gegen Ladinig (Kapfenberg) und Handl (Gratwein/ Straßengel)  erhebliche Probleme zu bewältigen, konnte aber schließlich doch gegen beide mit 3:2 gewinnen. Gegen Heike Handl musste Daniela einen knappe 2:3-Niederlage einstecken, blieb aber gegen alle anderen Damen suverän erfolgreich. Die Ergebnissse: AFUE (das ist im Steir. TT-Verband unser Vereinskürzel) gegen Kapfenberg 3:1, gegen Spielgemeinschaft Zeltweg-Unzmarkt 3:0 und gegen Gratwein-Straßengel 3:1. In der Einzelrangliste liegt derzeit Barbara auf Platz 1 ! 

Auch wenn einige Partien nur ganz knapp an Ligist gingen, im Endeffekt waren Simon Diethard, Andriy Tverdokhlib (Ukraine) und Simon Knabl für Klaus Freitag und Barbara Voves um eine Nummer zu groß. Lediglich Toni Radl konnte wieder einmal brillieren und alle seine Spiele gewinnen! Mit dem Sieg im Doppel hatte zunächst alles sehr vielversprechend begonnen. Schließlich musste unser Team aber doch mit einer 4:6-Niederlage die Heimreise antreten.

Unsere Jugendmannschaft hat sich in der Welt der Erwachsenen recht erfolgreich geschlagen! Die drei Jugendspieler Stefan Schnecker, Jakob Rath, Martin Braun  und unsere U15-Spielerin Daniela Mitar kämpften mit letztem Einsatz, um gegen die routinierten Grazer von Münzgraben nicht unter die Räder zu geraten. Das Doppel Rath/Mitar konnte gegen Unterweger/Polanec mit 3:1 gewinnen. Dann aber wogte das Geschehen hin und her: Jakob blieb mit 2 Siegen der erfolgreichste  Fürstenfelder, Stefan und Martin steuerten je einen Sieg bei. Der knappe 3:2-Sieg von Jakob Rath gegen Karolf Marguc wurde durch einen schweren epileptischen Anfall des Grazers überschattet. Marguc konnte aber nach einer kurzen Erholungsphase beim Stand von 2:1 für Rath das Spiel und in Folge auch das Turnier fortsetzen. Am Ende hieß es 5:5, ein Ergebnis, mit dem beide Teams zufrieden sein dürfen.

Im zweiten Spiel gegen Feldbach hat Stefan Schnecker im Einzel pausiert, kam aber mit Jakob im Doppel zum Einsatz, das leider knapp aber doch mit 2:3 an die Feldbacher ging. Seine Stelle im Einzel-Team übernahm Daniela, die ihre Chance nutzte und zwei wichtige Siege einfahren konnte. Jakob kam zwar gegen Schneider durch allzu sorgloses, hin und wieder an Provokation grenzendes Ballonverteidigen in arge Bedrängnis, konnte aber doch noch knapp im fünften Satz gewinnen. Zur Hochform lief Jakob aber in seinem letzen Spiel gegen die Nr.1 der Feldbacher, Karl Maitz auf, den er im fünften Satz im Nachspiel mit 15:13 besiegen konnte. Sein 3.0-Sieg gegen Kerschenbauer war Formsache. Martin holte einen wichtigen Punkt durch seinen 3:1-Erfolg gegen Schneider, konnte aber auf das "drohende" Entscheidungsspiel gegen Kerschenbauer bei eventueller Niederlage von Jakob gegen Maitz verzichten.

Ein Dankeschön an die Organisatoren, die es trotz beengter räumlicher Verhältnisse immer wieder verstehen, den Aktiven und Betreuern gute Wettkampfbedingungen in familiärer Umgebung zu bieten.     

Bereits einige Jahre veranstaltet nunmehr der TT-Verein Fischbach sein immer beliebter werdendes TT-Turnier. Die dünne Luft im höchst gelegenen Ort der Oststeiermark (1050 m) verlangt den Aktiven alles ab, sodass sich Spielerinnen und Spieler zwischen den Sätzen regelmäßig stärken müssen. Da die Kompensation des hohen Flüssigkeitsverlustes so manchem Spieler Kopfzerbrechen bereitet, können nur extrem konditionsstarke Teilnehmer die Finalspiele erreichen...

Unsere Vereinskassierin Andrea Schnecker fungierte als Fahrerin und Betreuerin für ihren Sohn Stefan und das Geschwisterpaar Daniela und Stefan Mitar. Durch die Ergebnisse der Vorrunden wurden die Gruppen A, B und C beschickt: Stefan Schnecker konnte sich als einziger in die Gruppe A spielen, musste sich dort aber bereits im Viertelfinale verabschieden. Stefan Mitar musste sich mit Gruppe C begnügen und kam ebenfalls über das Viertelfinale nicht hinaus. Daniela (13 J.) konnte allerdings die Ehre der ATUS Fürstenfeld-Mannschaft retten und im B-Bewerb unter lauter "Großen"den ersten Platz belegen! 

Nach der Siegerehrung geht es in Fischbach aber erst so richtig los! Die Analyse des allgemeinen und individuellen Turnierverlaufs zwingt nun die erschöpften Teilnehmer, ihre letzten körperlichen Reserven zu mobilisieren. Auf der Heimreise wird im Auto kaum mehr gesprochen. Alle träumen bereits vom Fischbach-Turnier im nächsten Jahr!

Ein Kompliment an die Veranstalter!

Da wir in dieser Saison als Aufsteiger und krasser Außenseiter in der zweithöchsten steirischen Liga spielen, hatten Toni, Klaus und Barbara doch ein etwas mulmiges Gefühl, als sie gleich in der ersten Runde daheim gegen das uns noch völlig unbekannte Team aus SÖLK anzutreten hatten. Die Erleichterung war sehr groß, als wir bereits nach dem 3:0-Erfolg von Klaus und Toni im Doppel das Gefühl hatten, diese Aufgabe bewältigen zu können. Und so kam es auch! Daniel Moser, Markus Tassatti und Markus Aichholzer hatten gegen die gut vorbereiteten Fürstenfelder keine Chance. Sie mussten mit einer 7:0-Niederlage die sehr weite Heimreise antreten. 

Die nächste Runde gegen das ausgezeichnete Team von Ligist 1, auswärts, dürfte aber wesentlich schwieriger zu bewältigen sein. Wir werden sehen!  

Die besten 48 Nachwuchsspielerinnen aus Österreich traten unter neuem Austragungsmodus zum ersten von vier Durchgängen zu ihren Ranglistenspielen an. In den beiden 24er-Gruppen wird nun zunächst in jeweils vier 6er-Vorrundengruppen um den Aufstieg in das obere Playoff gespielt. Die ersten drei in jeder Gruppe, insgesamt also 12, steigen auf und kämpfen in einem 16er-Raster im KO-System um den Aufstieg bzw. um/gegen den Abstieg im unteren Playoff. Die jeweils Gruppenersten haben in der ersten Runde Freilos und spielen somit im Viertelfinale um den Einzug in das Semi.

Daniela gewinnt am Samstag ohne Probleme ihre fünf Vorrundenspiele und steigt als Gruppensiegerin in das obere Playoff auf. In ihrem ersten Spiel des Viertelfinales, gegen Ellena Schinko (OÖ) ging es nun am Sonntag bereits um den Aufstieg in die Gruppe 1. Die um zwei Jahre jüngere Oberösterreicherin war in den Sommerferien sechs (!) Wochen auf Verbandskosten auf Trainingslager in China und wollte nun natürlich den Lohn für wochenlanges "Quälen" einfahren. Daniela hatte während der Ferien gut zwei Monate keinen Schläger in der Hand und musste nun versuchen, diesen Nachteil durch taktisches Spielen auszugleichen. Dani konnte doch etwas überraschend mithalten, obwohl sie aufgrund mangelnder Sicherheit viele leichte Fehler bei Aufschlag und Aufschlagannahme vorgeben musste. Bei 10:10 im fünften(!) Satz vergab Daniela zwei Matchbälle und musste schließlich eine bittere 12:14-Niederlage hinnehmen. Das tat natürlich auch den beiden Betreuern Marinko GRBIC (Trainer) und Danijel MITAR (Vater) um so mehr weh, als Schinko etwas später als Gruppensiegerin feststand. Daniela hat aber relativ sicher die Spiele um Platz 5 gewonnen und spielt daher beim 2. Durchgang, am 7./8.12., in Tirol, in Gruppe 1, da die ersten sechs aufsteigen. Jetzt muss Dani allerdings hart trainieren, um den durch die lange Pause entstandenen Rückstand  aufzuholen und um schließlich in jener Gruppe zu bestehen, in der sie die "alten" Freund-Feindinnen, gegen die sie vor der Reform des Austragungsmodus des Öfteren zu spielen hatte, bereits sehnsüchtig erwarten...

Für beide war es der erste Ballkontakt nach der Sommerpause. Die Erwartungen waren also nicht allzu hoch - es sollte ganz einfach ein erster Versuch sein. Umso überraschender waren die Erfolge Danielas, die ihre gut bekannten Gegnerinnen Marlene (Unzmarkt) mit 3:0 und Tugsi (Indigo Graz) mit 3:2 besiegen konnte. Die knappe Niederlage - 9:11 im fünften Satz - gegen Pfeifenberger darf trotzdem als Zeichen einer zu erwartenden Leistungssteigerung in der kommenden Saison gewertet werden. Für eine Platzierung hat es aber in diesem starken Teilnehmerfeld (noch) nicht gereicht. 

Eldar Slatinsek (Jg. 2009) war ganz einfach überfordert. Es ist ihm hoch anzurechnen, dass er sich als Anfänger für dieses TT-Großereignis, das im neuen Raiffeisen-Sportpark über die Bühne ging,  angemeldet hat. Da er an diesem Wochenende wohl erkannte, welches Niveau es zu erreichen gilt, um Erfolg zu haben, bleibt nun zu hoffen, dass er auch weiterhin mit dem nötigen Ernst die erforderlichen Trainingsübungen gewissenhaft erledigt.

Den Veranstaltern Attila und Marion Humann und dem gesamten Team von Indigo Graz muss man zur Organisation dieses ersten Großereignisses der steirischen TT-Saison 2019/20 gratulieren. Den ausführlichen TV Bericht im ORF haben sie sich absolut verdient!